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Beauty

Mar 6, 2023

Abril Mansilla

„Brüchige Nägel? Die häufigsten Ursachen – und was wirklich hilft“

Brüchige Nägel? Die häufigsten Ursachen – und was wirklich hilft

Brüchige, splitternde Nägel sind super nervig: Sie reißen ein, sehen schnell ungepflegt aus und manchmal hilft scheinbar „gar nichts“. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen liegt es nicht an „schlechten Nägeln“, sondern an ein paar typischen Alltagsfaktoren – und die lassen sich ziemlich gut verbessern. Hier kommen die häufigsten Ursachen und die Maßnahmen, die wirklich einen Unterschied machen.

Warum Nägel überhaupt brechen

Nägel bestehen größtenteils aus Keratin – ähnlich wie Haare. Sie reagieren stark auf Feuchtigkeit, Reibung, Chemikalien und mechanische Belastung. Wenn der Nagel zu trocken ist oder ständig „aufgeweicht“ und wieder getrocknet wird, wird er spröde und beginnt zu splittern.

Die häufigsten Ursachen für brüchige Nägel

1) Zu viel Wasser + Reinigungsmittel (der Klassiker)

Nägel quellen im Wasser auf und ziehen sich danach wieder zusammen. Dieses ständige „Auf und Zu“ macht sie mit der Zeit weich und bruchanfällig – besonders in Kombi mit Spülmittel, Putzmitteln oder Desinfektionsmittel.

Was hilft wirklich:

  • Beim Putzen/Abwasch Handschuhe tragen (Gamechanger).
  • Hände nach dem Waschen kurz abtrocknen und direkt eincremen.
  • Wenn du viel desinfizierst: danach Handcreme oder Nagelöl nutzen.

2) Falsches Feilen (oder „schnell schnell“)

Wenn Nägel mit einer groben Feile „hin und her“ bearbeitet werden, entstehen Mikro-Risse – und daraus wird später Splittern.

Was hilft wirklich:

  • Lieber eine feinere Feile verwenden.
  • In eine Richtung feilen (oder sanft, nicht aggressiv „sägen“).
  • Die Nagelspitze leicht abrunden, damit sie weniger hängen bleibt.

3) Nagelhaut entfernen statt pflegen

Nagelhaut ist kein „Fehler“, sondern eine Schutzbarriere. Zu viel Schneiden oder Zupfen kann zu Reizungen führen, und die Nagelplatte wirkt oft trockener.

Was hilft wirklich:

  • Nagelhaut lieber sanft zurückschieben (nach dem Duschen oder nach einem warmen Handbad).
  • 2–4x pro Woche Nagelöl einmassieren (auch in die Nagelhaut).

4) Zu trockene Nägel (ja, das gibt’s!)

Viele denken: Nägel müssen „hart“ sein. Tatsächlich brauchen Nägel Feuchtigkeit und Lipide – sonst werden sie spröde.

Was hilft wirklich:

  • Täglich Nagelöl (z. B. abends vorm Schlafen).
  • Handcreme mit Urea oder Glycerin (besonders im Winter).
  • Bei sehr trockenen Nägeln: abends cremen + Baumwollhandschuhe (2–3 Nächte/Woche).

5) Nägel als Werkzeug benutzen

Dosen öffnen, Etiketten abkratzen, Tippen mit der Nagelspitze – das sind kleine Belastungen, die brüchige Nägel schnell „killen“.

Was hilft wirklich:

  • Möglichst mit Fingerkuppe statt Nagelspitze arbeiten.
  • Wenn du viel am Laptop bist: Nägel eher kurz bis mittellang tragen.

6) Häufiges Entfernen von Lack/Shellac (oder falsches Entfernen)

Aceton & aggressives Abkratzen können die Nagelplatte austrocknen und aufrauen.

Was hilft wirklich:

  • Lackentferner möglichst acetonarm (bei normalem Lack).
  • Shellac/UV-Lack nicht abknibbeln – lieber professionell entfernen lassen.
  • Nach dem Entfernen: Pflegephase (Öl + Creme) statt direkt wieder belasten.

Was du ab heute tun kannst: Die 7-Tage-Routine

Wenn du’s einfach halten willst, probier diese Mini-Routine:

  • Jeden Abend: Nagelöl 30 Sekunden pro Hand einmassieren
  • Nach jedem Händewaschen: kurz abtrocknen + Handcreme
  • 2–3x pro Woche: Handschuhe beim Putzen/Spülen konsequent nutzen
  • 1x pro Woche: Nägel fein feilen und Form „auffrischen“
  • Optional: Base Coat als Schutzschicht (auch ohne Farblack)

Viele merken schon nach 1–2 Wochen, dass weniger splittert und die Nägel ruhiger wachsen.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

Wenn Nägel dauerhaft stark reißen, sich lösen oder sich deutlich verfärben, kann auch etwas anderes dahinterstecken. In dem Fall ist es sinnvoll, einmal professionell draufzuschauen – und bei Bedarf medizinisch abzuklären.